Demokratisches Geld

Democratic Money Inflows

von Kurator

Kurzfassung

Beim Demokratischen Geld (DG) handelt es sich um ein

  • nicht schuldengetriebenes
  • einstufiges
  • elektronisches

gesetzliches Zahlungsmittel1 ohne Eigentums- bzw. Vermögensdeckung des Generierers.

DG impliziert somit keine Forderung auf Vermögen des Generierers.

Das DG wird mittels eines Demokratischen Geld Generators (DGG) erzeugt und den privaten und staatlichen Haushalten regelmäßig und elektronisch zur Verfügung gestellt.

Sonderziehungen des DGG werden in unregelmäßigen Abständen auf private Haushalte, staatliche Einrichtungen und Unternehmen (einschließlich Kreditinstituten) übertragen.

Der DGG wird von der Zentralbank entsprechend OIE2 öffentlich konfiguriert und überwacht.

Die Zahlungsmittel (DG) werden auf Geldkarten übertragen und mittels Lesegeräten im Geschäftsverkehr verbucht.

Banknoten und Münzen kommen nicht mehr zum Einsatz.

1 Dieses Geld ist das Ideal eines vom eigenen Material her kostenfreien, fälschungssicheren, von Verschuldung unbelasteten Zahlungsmittels.

2 OIE = Order of Individual Events

Das nachstehende Diagramm verdeutlicht den Fluß und die Verwendungsmöglichkeit der Zahlungsmittel.

1. Die demokratische Geldkarte

Jede natürliche und juristische Person, sowie die öffentlichen Körperschaften des Staates erhalten individuelle demokratische Geldkarten.

Mittels dieser Geldkarten werden sämtliche Zahlungsvorgänge gespeichert und verbucht.

Lesegeräte werden mit Einführung der Geldkarte flächendeckend vorgehalten.

Eine Sonderziehung des DGG stellt die für diese Vorabinvestition benötigten Zahlungsmittel zur Verfügung.

Die Zentralbank bietet über Internet, Terminals in allen öffentlichen Einrichtungen und via Handy ein leicht zu bedienendes allgemein verständliches Kontensystem zum Verbuchen des Zielsparens an.

Der Kontenrahmen für Investitionen in Unternehmen wird nach Maßgabe der Zentralbank von den betreffenden Unternehmen oder von Geldinstituten bereitgestellt.

Durch Sonderziehungen des DGG werden Einrichtungen finanziert, die Hilfsbedürftige und ältere Bürger im Umgang mit der Geldkarte beraten und unterstützen.

Girokonten in der heute bekannten Form werden nicht mehr benötigt.

2. Die privaten Haushalte

Die Zahlungsmittel der privaten Haushalte stehen für drei Verwendungszwecke zur Verfügung.

  1. Konsum
  2. Zielsparen (teilweise Eigentumsbildung), kein Banksparen!
  3. Investitionen in Unternehmen (Eigentumsbildung)

Die privaten Haushalten speisen sich aus bis zu vier Einkommensarten.

  1. Der regelmäßigen Grundversorgung
  2. Dem Einkommen aus Arbeit
  3. Den unregelmäßigen Sonderziehungen des DGG
  4. Den Einkommen aus Investitionsgewinnen

Die Grundversorgung

wird jedem Volljährigen monatlich gutgebracht.

Jedem Kind wird bis zum Erreichen der Volljährigkeit monatlich ein prozentualer Anteil der Grundversorgung eines Volljährigen gutgeschrieben.

Die Grundversorgung muß im Verlauf eines Monats konsumiert werden.

Zahlungsmittel, die im Fristverlauf nicht konsumiert werden, verfallen ersatzlos und werden von der Geldkarte gelöscht.

20 Prozent der Grundversorgung können als Zielsparen Verwendung finden (z.B. für private Anschaffungen oder für unvorhersehbare Ereignisse).

Zielsparen bedeutet, dass diese Zahlungsmittel auf einem von der Zentralbank vorgegebenen Kontorahmen der individuellen Geldkarten geparkt werden.

Zahlungsmittel, die auf ein Konto des Zielsparens übertragen wurden, stehen für reine konsumtive Ausgaben nicht mehr zur Verfügung. Werden diese Zahlungsmittel nicht für die im Kontenrahmen vorgesehenen Zwecke verwendet, verfallen diese Zahlungsmittel ersatzlos.

Zahlungsmittel des Zielsparens bringen keine Guthabenzinsen hervor. Ein Horten von Zahlungsmittel zum Zwecke einer Zinsziehung ist nicht möglich.

Einkommen aus Arbeit

müssen im Verlauf eines Monats konsumiert werden. Zahlungsmittel, die im Fristverlauf nicht konsumiert werden, verfallen ersatzlos und werden von der Geldkarte gelöscht.

60 Prozent des Einkommens aus Arbeit können als Zielsparen und/oder als Investition in Unternehmen verwendet werden.

Einkommen aus Sonderziehungen

unterliegen einem konsumtiven Verfallsdatum (gleichgültig wie hoch diese Sonderziehungen im Einzelfall auch sein mögen).

Zielsparen und Investitionen in Unternehmungen (zu denen auch Spenden oder Schenkungen an gemeinnützige Einrichtungen zählen) befreien wiederum vom Verfallsdruck.

Einkommen aus Investitionsgewinnen

Nur Arbeitseinkommen verschaffen auch die Möglichkeit zur dieser 4. Einkommensart.

Solange Investitionsgewinne im Unternehmen verbleiben unterliegen diese keinem Verfallsdatum.

Investitionsgewinne die dem Unternehmen entnommen werden, unterliegen sofort einem vorgegebenen konsumtiven Verfallsdatum.

Werden entnommene Investitionsgewinne jedoch auf ein Konto des Zielsparens, oder auf ein erneutes Investitionskonto übertragen, entgehen diese Gewinne wiederum dem konsumtiven Verfallsdatum.

Zahlungsmittel auf Ziel

Jedes Neugeboren erhält bei seiner Geburt (als Willkommensgruß) ein nennenswertes Startguthaben an Zahlungsmitteln. Diese Mittel stehen ihm allerdings erst mit Erreichen seiner Volljährigkeit zur Verfügung. Das Startguthaben in das Erwachsenenleben unterliegt in seinem konsumtiven Teil einem Verfallsdatum. Zielsparen und Investitionen in Unternehmen befreien vom Verfallsdruck.

3. Die Haushalte des Staats

Der Staat wird in allen seinen Gliederungen durch den DGG mittels einer auskömmlichen Grundversorgung in die Lage versetzt seinen originären Aufgaben nachzukommen.

Die Zahlungsmittel für konsumtive und investive Vorhaben sind fristgebunden (Haushaltsjahr) und verfallen bei Nichtausnutzung.

Es sei denn, diese Mittel werden als Zielsparen (z.B. für außergewöhnliche Notfälle) festgelegt.

Das entsprechende Kontensystem wird von der Zentralbank bereitgestellt.

Des weiteren kommen Sonderziehungen als außerordentliche Mittelzuflüsse in Betracht. Diese Mittel unterliegen einem Verfallsdruck, es sei denn, sie werden einem Zielsparen und/oder Investitionen zugeführt.

Direkte und indirekte Steuern werden nicht mehr erhoben. Sollen Verbrauchssteuern zum Zwecke politisch gewollten Verbraucherverhaltens erhoben werden, reduziert sich die jährliche Grundversorgung um diesen Steueranteil.

Eine Kreditaufnahme des Staates ist nicht mehr vorgesehen.

4. Investitionen in Unternehmen

Unternehmen finanzieren sich in der Regel aus Mitteln der Unternehmer, den privaten und gewerblichen Investoren, sowie über Kredite von Kreditinstituten.

Die Grundversorgung sichert private inländische Investoren. Deshalb dürfte es diesem Personenkreis, bei zusätzlichem Arbeitseinkommen, zukünftig leichter fallen sich zu engagieren.

Eine sich verändernde Eigentumsbildung erhöht die Kreditfähigkeit neuer Bevölkerungskreise und bringt dauerhaft eine dynamische Gesellschaft hervor.

Außerdem können über Sonderziehungen zusätzliche Eigenkapitalpositionen aufgebaut werden. Wobei diese Sonderziehungen sich auf alle Eigenkapitalgeber verteilen müssen.

Sonderziehungen können allerdings vorsehen, daß z.B. private Kleinanleger mit einer höheren Übertragungsquote bedacht werden, als es ihrem nominalen Anteil eigentlich entsprechen würde.

Auch dieses kann einen zusätzlicher Anreiz für private Investoren darstellen.

Mittels einer erhöhten Eigenkapitalposition steigt somit auch wieder die Kreditfähigkeit des Unternehmens.

Unternehmensgewinne, die im Unternehmen verbleiben, unterliegen keinem Verfallsdruck.

5. Kreditinstitute

Das Geschäftsmodell der Kreditinstitute erstreckt sich auf das Kreditgeschäft mit Unternehmen und privaten Haushalten (unter Beibehaltung der Eigentumshaftung von Schuldnern), sowie auf die Rolle des Unternehmensinvestors.

Mit jeder Art von gesetzlich erlaubten Finanzprodukten können Kreditinstitute Geschäfte betreiben, solange diese zu 100 Prozent durch Eigenkapital gedeckt sind.

Die Kreditierung des Staatshaushalts gehört nicht zu den Aufgaben der Kreditinstitute.

Über Sonderziehungen können auch bei Kreditinstituten zusätzliche Eigenkapitalpositionen aufgebaut werden.

Sonderziehungen können vorsehen, daß private Kleinanleger mit einer höheren Übertragungsquote bedacht werden, als es ihrem nominalen Anteil eigentlich entsprechen würde.

Auch dieses kann einen zusätzlicher Anreiz für private Investoren darstellen, sich bei Kreditinstituten investiv zu engagieren.

Mittels einer erhöhten Eigenkapitalposition steigt somit auch das Kreditvolumen und die Investitionsfähigkeit eines Instituts.

Für Gewinne der Kreditinstitute gilt ebenfalls, solange sie im Institut bleiben, unterliegen Sie keinem Verfallsdruck.

6. Geldmengensteuerung

Die ausgegebene Geldmenge in DG und die Menge der umlaufenden Zahlungsmittel ist bekannt.

Die betriebswirtschaftlichen Konten sind problemlos volkswirtschaftlich aggregierbar.

7. Redemption

Zum Stichtag wird jedem Bürger auf seinem Redemptionaccount der auf ihn entfallende Anteil nominaler Staatsschulden eingebucht.

Pro rata temporis werden jedem Redemptionaccount entsprechende Sonderziehungsmittel gutgeschrieben.

Zur Fälligkeit werden die jeweiligen Schulden dann getilgt.

Die aus der Staatsschuldentilgung hervorgehenden privaten Guthaben, denominiert in demokratischem Geld, können über entsprechende Zeiträume nur eingeschränkt für konsumtive Zwecke verwendet werden. Entsprechendes Zielsparen und Investieren ist erwünscht. Tilgungen an Kreditinstitute verrechnen sich mit deren Verbindlichkeiten gegen Null. Nach Erfüllung solcher Kreditverträge ist dieser Teil des demokratischen Geldes erloschen.

Die nach dem Stichtag geborenen Bürger sind frei von Staatsschulden vorangegangener Generationen.

8. Erbschaften

Das Erbrecht bleibt unangetastet.

Das Ererbte unterliegt lediglich bezüglich eines konsumtiven Verbrauchs gewissen Einschränkungen hinsichtlich Höhe und Fristen. Zielsparen und Investitionen sind erwünscht.

Erbschaftssteuern werden nicht mehr erhoben.

9. Rente und Krankheit

Ein Rentenumlageverfahren ist nicht mehr vonnöten. Die Grundversorgung wird lebenslang gezahlt. Wer zusätzlich über Einkommen aus Arbeit verfügte, hatte die Möglichkeit im Rahmen von Zielsparen und Investitionen sich entsprechende Guthaben zu bilden, die am Ende eines Arbeitslebens zur Verfügung stehen.

Beiträge zu einer Regelversorgung im Krankheitsfall sind obligatorisch und können individuell ergänzt werden.

10. Konvertibilität des Demokratischen Geldes

Ausländische Zahlungsmittel werden gegen DG erworben. Ausländische Banknoten und Münzen werden im Inland zu demokratischem Geld (Banknoten und Münzen können nicht mehr verwendet werden).

Banken und Wechselstuben reichen die ausländischen Banknoten und Münzen bei der Zentralbank zur Verrechnung ein.

Quelle: http://www.demokratisches-geld.de/?p=85


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>